Guillermo García Calvo

Tiefgründig V – Kontrabass – 10. Sinfoniekonzert der Robert-Schumann-Philharmonie
Mittwoch, 27. Mai und Donnerstag, 28. Mai 2020 – 19.00 Uhr
Stadthalle Chemnitz

Guillermo García Calvo wurde in Madrid geboren und schloss sein Studium an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien mit einer Arbeit über Parsifal und einem Diplomkonzert ab, bei dem er die Tannhäuser-Ouvertüre im Großen Saal des Wiener Musikvereins dirigierte. Seine Ausbildung setzte er als Assistent von Iván Fischer mit dem Budapest Festival Orchester sowie als Assistent von Christian Thielemann für den Ring des Nibelungen bei den Bayreuther Festspielen fort. 2003 debütierte er mit Hänsel und Gretel im Schlosstheater Schönbrunn.

Seitdem ist er regelmäßiger Gast an der Wiener Staatsoper, wo er mehr als 200 Vorstellungen dirigierte, darunter Die Zauberflöte, Macbeth, La Traviata, Il barbiere di Siviglia, L’elisir d’amore und Lucia di Lammermoor. Ferner stand er am Pult renommierter Institutionen in- und außerhalb Europas, darunter die Opéra national de Paris (Don Giovanni), Deutsche Oper Berlin (u.a. Les pêcheurs de perles, Carmen und Rigoletto), das Gran Teatre del Liceu in Barcelona (La Gioconda), die Opéra de Oviedo (Ring und Tristan und Isolde), Opéra de Nice (Il barbiere di Siviglia), das Teatro Principal de Palma (Salome), Teatro Verdi di Trieste (La sonnambula), New National Theatre in Tokyo (L’elisir d’amore). Ferner leitete er Sorozábal‘s Katiuska in Madrid, Turandot in Bukarest, El amor brujo in Florenz, Stiffelio beim Verdi-Festival in Parma, Faszination Wagner anlässlich der Internationalen Maifestspiele am Staatstheater Wiesbaden, und eine Gala mit Juan Diego Flórez im Müpa Budapest.
Im Mai 2016 hat er die Weltersteinspielung der Oper Elena e Malvina von Ramón Carnicer mit dem Nationalorchester Spaniens dirigiert.

Guillermo García Calvo verfügt ebenfalls über ein umfangreiches Konzertrepertoire und arbeitete mit Orchestern wie dem London Symphony Orchestra, den Hamburger Symphonikern, Essener Philharmonikern, der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern und dem Orchester der Deutschen Oper Berlin, dem Orchester des Maggio Fiorentino sowie dem Nationalorchester Mexikos zusammen.

Mit Beginn der Spielzeit 2017/18 übernahm er die Position des Generalmusikdirektors des Theater Chemnitz und der Robert-Schumann-Philharmonie. An diesem Haus leitete er bereits Wagners Ring, Parsifal, Die Meistersinger von Nürnberg, Hänsel und Gretel, Die Fledermaus, Der Rosenkavalier, Fidelio, Un ballo in maschera sowie zahlreiche Konzerte u.a. mit Beethovens 9. Sinfonie.

Engagements in der Spielzeit 2019/20 am Theater Chemnitz beinhalten u.a. die Neuproduktionen Mefistofele (Boito), Carmen und Lohengrin sowie Der Ring des Nibelungen und Fidelio. Ferner dirigiert er Il barbiere di Siviglia und Nabucco an der Wiener Staatsoper sowie Sorozábals Zarzuela am Palau de les Arts in Valencia.

2013 wurde Guillermo García Calvo von der spanischen Musikzeitschrift „Codalario“ als Bester Künstler des Jahres ausgezeichnet. Die von ihm geleitete Produktion von Curro Vargas in der Inszenierung von Graham Vick am Teatro de la Zarzuela in Madrid erhielt 2014 die renommierte spanische Auszeichnung Premio Campoamor.